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Coronavirus Q&A

Hier stellen wir Ihnen Informationen zu einigen aktuellen weltweiten Entwicklungen zur Verfügung.

Hier stellen wir Ihnen Informationen zu einigen aktuellen weltweiten Entwicklungen zur Verfügung.

Der Ausbruch des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) veranlasst Behörden weltweit verschiedene Maßnahmen auf nationaler, regionaler und städtischer Ebene einzuführen, darunter die Schließung von Städten, Infrastrukturpunkten, Fabriken sowie Reisebeschränkungen oder ähnliche Verbote. Dies hat dazu geführt, dass viele Lieferungen insbesondere nach und aus China gestoppt oder verzögert wurden. Darüber hinaus erleben wir Annullierungen durch Fluggesellschaften und Reedereien, die die Routen von und nach China bedienen, was ebenfalls zu einer erheblichen Verringerung der Transportkapazität führt. Mittlerweile gibt auch Korea Flugstreichungen bekannt und auch Italien leitet drastische Maßnahmen ein. Der Kapazitätsabbau in der Luft- und Seefrachtindustrie hat derzeit Auswirkungen auf den globalen Frachtmarkt durch erhebliche Ratenerhöhungen.

Diese außerordentlichen Umstände, die sich unserer Kontrolle entziehen, können dazu führen, dass wir vereinbarte Lieferzeiten nicht einhalten oder gebuchte Sendungen nicht transportieren können und unerwartete Zusatzkosten entstehen. Da der Ausbruch des Corona Virus und die damit verbundenen Schwierigkeiten auch im Transportwesen als Fall höherer Gewalt (Force Majeur) gilt, müssen wir eventuelle Mehrkosten leider an unsere Kunden weiterreichen.

Selbst wenn sich die Situation verbessert und restriktive Maßnahmen aufgehoben werden, erwarten wir hohe Rückstaus insbesondere an den chinesischen Häfen. Der Transportsektor wird nicht die Kapazität haben, solche Rückstände und mögliche zusätzliche Sendungen auf einmal zu bewältigen. Folglich können weitere Verzögerungen sowie zusätzliche und erhöhte Kosten auch in den nächsten Wochen nicht vermieden werden.

Wir beobachten die Situation genau. DSV setzt sich stark dafür ein, mögliche Auswirkungen auf die Lieferketten unserer Kunden zu mildern. Dazu in stehen wir in stetem Austausch mit unseren Kunden.

Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland?

Bei DSV in Deutschland haben wir wie in vielen anderen Ländern innerhalb des DSV Konzerns ein Crisis Response Team (CRT) eingerichtet, das alle Themen rund um den Corona Covid-19-Virus für alle Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und andere Interessengruppen zentral koordiniert und kommuniziert. Bei all seinen Entscheidungen folgt das CRT den Vorschriften des Gesundheitsministeriums und den Empfehlungen der WHO.

Bislang hat das CRT für alle DSV-Standorte und Mitarbeiter in Deutschland präventive Regeln in Bezug auf persönliche Hygiene, Reisen, die Kontrolle von Besuchern unserer Standorte, Anweisungen für Fahrerbesuche und Gesundheitserklärungen von Mitarbeitern, die Kunden und/oder Lieferanten besuchen, vorgeschrieben. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter umfassend darüber informiert, wie sie mit gesundheitlichen Beschwerden umgehen sollen, die mit dem Corona Covid-19-Virus in Zusammenhang stehen könnten. Alle Maßnahmen werden allen Mitarbeitern in hoher Frequenz per Newsletter und in unserem Intranet mitgeteilt. Das CRT kommuniziert nach außen über unsere Website www.de.dsv.com. Für jede Art von Frage können sich unsere Kunden an ihren lokalen Ansprechpartner bei DSV wenden.

Wie ist die aktuelle Situation in Italien?

DSV Italien setzt alle vom italienischen Gesundheitsministerium kommunizierten Anweisungen in Kraft, einschließlich der Quarantäne für Mitarbeiter genauso wie Subunternehmer. Die italienische Regierung hat weitreichende Entscheidungen getroffen. Es soll vermieden werden, dass Menschen innerhalb des gesamten italienischen Staatsgebiets reisen. Ausnahmen bilden geschäftliche Reisen. Die Arbeit von zu Hause aus wird, wann immer möglich, gefördert. Personen, die sich in Quarantäne befinden, dürfen ihre Wohnung nicht verlassen und dürfen keine Besucher empfangen.

Warentransporte und logistische Tätigkeiten sind nach wie vor erlaubt, so dass Transporte Stand heute wie gewohnt und ohne Einschränkungen durchgeführt werden können. Fahrer die Güter jeglicher Art, entweder als Sammelgut, Teilladung oder Komplettladung, im Straßenverkehr oder im intermodalen Verkehr transportieren, müssen entsprechende Dokumente wie Lieferscheine, Abholaufträge usw. zwingend bei sich führen. Von längeren Lieferzeiten muss allerdings ausgegangen werden.

Unsere Kollegen in Italien haben ein Crisis Response Team organisiert, das die Situation ständig überwacht, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Interventionen innerhalb und außerhalb DSV Italiens sofort umgesetzt werden, um Geschäftsunterbrechungen zu vermeiden. Für spezifische Fragen zu unseren Italien Verkehren wenden Sie sich bitte an Ihren regulären Ansprechpartner bei DSV.

Wie ist die aktuelle Situation in Österreich?

Österreich hat wegen der Coronavirus-Epidemie ein Einreiseverbot für Personen aus Italien verhängt und setzt damit die Schengen-Regelung als erster EU-Staat in der Krise aus. Österreich will auch den Zug- und Luftverkehr mit Italien für Reisende einstellen, sofern sie kein Attest haben. Güter sollen dagegen weiter die Grenze passieren können.

Ab sofort finden damit Kontrollen an den Grenzübergängen zwischen Italien und Österreich statt und die Einreise ist nur mit gültigem Gesundheitszertifikat aus Italien möglich.

Aufgrund der Kontrollen sind Staus an der Italienisch-Österreichischen Grenze zu erwarten. Dadurch werden sich auch entsprechend Lieferzeiten von und nach Italien verlängern. Auch in Italien kann es durch die drastischen Maßnahmen der italienischen Regierung zu Lieferverzögerungen kommen.

Wir tun alles um die Auswirkungen so gering wie möglich für unsere Kunden zu halten. Da es sich bei dem Corona-Ausbruch allerdings um einen Fall höherer Gewalt handelt, kann DSV keine Garantien für die pünktliche Zustellung von Waren geben. Zudem behalten wir uns Zuschläge für betroffene Routen vor.

Wie ist die aktuelle Situation in Südkorea?

Die koreanische Regierung hat am vergangenen Sonntag, 23. Februar, die Alarmstufe gegen das Corona-Virus (COVID-19) auf die „höchste" Stufe gehoben. Damit wird nun der öffentlichen Verkehr eingeschränkt, Schulen werden vorübergehend geschlossen, Flüge werden gestrichen und Großveranstaltungen sind verboten. Bisher sind geschäftliche Prozesse von den Bestimmungen nicht betroffen. Auch Speditionen, Schiffsbetreiber, Terminals und Zollbehörden arbeiten weiterhin normal. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings wahrscheinlich, dass weitere Anweisungen der Regierung veröffentlicht werden. DSV Korea hat eine Abteilung für das „Business Continuity Program (BCP) eingerichtet, und informiert unsere Kunden regelmäßig über die neuesten Vorschriften und Regierungsrichtlinien, die sich auf unseren Betrieb und unsere Prozesse auswirken können.

Die Büros von DSV in Südkorea sind weiterhin geöffnet und arbeiten normal. Dabei unternehmen wir die notwendigen präventiven und proaktiven Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und sind bestrebt die Auswirkungen auf die Sendungen unserer Kunden so gering wie möglich zu halten.

Luftfrachtkapazitäten von und nach Südkorea sind weiterhin stark belastet, so dass auch in den nächsten Wochen mit Engpässen und steigenden Raten gerechnet werden muss.

Seefracht Carrier geben bisher noch keine sogenannten Blank Sailings bekannt. Allerdings muss mit Verzögerungen von einigen Tagen durch Rückstaus an den Häfen gerechnet werden. Durch überfüllte Stellflächen für Kühlcontainer werden Kühlexporte begrenzt.

Wie ist die aktuelle Situation in China?

Im Vergleich zu den letzten Wochen, in denen viele Städte in China entweder noch geschlossen oder stark eingeschränkt waren, können wir jetzt feststellen, dass sich viele chinesische Städte für die Wirtschaft öffnen. Derzeit sind alle DSV Büros bis auf unsere Station in Wuhan voll funktionsfähig und wir stocken unser Personal entsprechend den geschäftlichen Erfordernissen sukzessive auf.

Es wird erwartet, dass präventive Maßnahmen der lokalen Regierungen weiterhin in ganz China spürbar sein werden und sich auf den öffentlichen Verkehr und die Zustellung von Waren auswirken können. Wir arbeiten allerdings hart daran, Auswirkungen für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. Für spezielle Anliegen/Fragen zu unseren China Verkehren wenden Sie sich bitte an Ihren üblichen DSV-Ansprechpartner.

Wie ist die aktuelle Situation an den Seehäfen, Terminals und Flughäfen in China?

Seefracht: Während das Aktivitätsniveau in vielen Seehäfen in China deutlich reduziert wurde, haben die meisten Häfen ihren Betrieb mittlerweile normalisiert und die Zollbehörden arbeiten normal. Eine ganze Reihe von Carriern allerdings haben Blank Sailings angekündigt und die Häfen haben mit großen Mengen an Containern zu kämpfen. Die meisten CFS-(Zoll-Lagerhäuser) sind offen, einige in stark betroffenen Gebieten bleiben gemäß den Anweisungen der lokalen Regierungen allerdings geschlossen. Es wird erwartet, dass die Häfen in den kommenden Wochen zunehmend überlastet sein werden, wenn die chinesischen Fabriken wieder mit voller Kapazität arbeiten. Bisherige Rückstaus und damit verbundene zeitliche Verzögerungen, Kapazitätsengpässe und Kostensteigerungen werden erwartet.

Luftfracht: Die Flughäfen funktionieren weiterhin wie üblich. Terminals, Lagerhäuser und der Zoll sind für den Betrieb geöffnet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen die Luft- und Seeausfuhren weit unter dem normalen Aktivitätsniveau. Aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus werden die Flugausfälle, vor allem bei Passagierflügen, aber auch bei einigen Frachtern, noch einige Wochen andauern. Auch in der Luftfracht rechnen wir mit Verzögerungen in der Zustellung, mit Kapazitätsengpässen und deutlichen Kostensteigerungen. Wir empfehlen unseren Kunden, frühzeitig mit uns in den Dialog zu gehen, damit wir individuelle Lösungen erarbeiten und die verfügbaren Kapazitäten entsprechend vorbereiten können.

Wie ist die jüngste Situation beim Mangel an Lastwagen in China?

Zwar bleibt der Lkw-Verkehr aufgrund von Arbeitskräftemangel und Reisebeschränkungen ein zentrales Problem, doch arbeiten mehrere Provinzen wie Zhejiang und Jiangsu sowie Shanghai daran, die Situation deutlich zu verbessern, z.B. durch Erleichterung des Grenzzugangs durch Online-Fahrerregistrierung. Es wird erwartet, dass dies eine gewisse Verbesserung der Situation mit sich bringt und es uns weiter ermöglicht, alternative Transportmöglichkeiten und Häfen in China besser zu nutzen, um die zu erwartenden Nadelöhre in Shanghai und anderen wichtigen Verkehrsknotenpunkten zu entlasten. DSV China arbeitet eng mit unseren Subunternehmern zusammen und bemüht sich um die Sicherung von Transportkapazitäten für unsere Kunden.

Wie ist die Situation in den Luftfracht-Importlagern bei PVG?

In den letzten Wochen standen die Lagerflächen am PVG (Pudong International Airport, Shanghai) unter erheblichem Druck, da der Flughafen weiterhin Fracht erhielt, während viele Empfänger gemäß den allgemeinen Beschränkungen die Zollabfertigung nicht fortsetzten und die Abholung der Fracht aus den Zolllagern verzögerten. Wir sind uns bewusst, dass einige unserer Mitbewerber die Annahme von Importsendungen vorübergehend einstellen mussten, aber die Situation bei DSV bleibt aufgrund der vorübergehenden Erweiterung unserer Lagerkapazität überschaubar.

Lagergebühren / Liegegelder für Importsendungen

Die Gebühren für Lagerung und Liegegelder werden den regulären Tarifen entsprechend abgerechnet, sofern nicht anders kommuniziert.

Wie wirken sich alle Annullierungen von Passagierflügen auf den Luftfrachtmarkt aus?

Die Gesamtkapazitäten des Marktes sind aufgrund der Annullierungen von Passagierflügen erheblich zurückgegangen. Dies hat die Raten vor allem nach China erheblich nach oben getrieben und Engpässe in den Flughafenlagern der PVG geschaffen. Die Exportkapazitäten aus China sind natürlich ebenfalls betroffen, aber bisher hat sich dies nicht allzu sehr auf die Raten und die Kapazitätsverfügbarkeit ausgewirkt, da die Frachtschiffe immer noch in Betrieb sind und die Nachfrage seit Beginn der Epidemie gering ist. Es wird erwartet, dass sich dies in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird, wenn die Unternehmen und Fabriken wieder die Arbeit aufnehmen. Wir gehen davon aus, dass vor allem der Transpazifik und die europäischen Handelsrouten für eine Weile überhitzen werden, aber auch innerhalb Asiens werden wir eine Zunahme der Aktivitäten erleben. DSV reagiert darauf mit der Stärkung unserer Charter-Netzwerklösungen durch zusätzliche Charterkapazitäten.

Welche Möglichkeiten außer See- und Luftfracht gibt es, um Fracht aus China heraus zu befördern?

Zusätzlich zu unseren Kernprodukten Luft- und Seetransport bieten wir auch internationale Bahn-, LKW- und multimodale Lösungen wie z.B. Sea-Air via Dubai an.

  • Bahn: Wir verfügen über ein engagiertes Bahn-Team, das mehrere Bahnverkehre betreibt, die wichtige Ausgangspunkte in China mit Bestimmungsorten in ganz Europa verbinden, unabhängig davon, ob es sich bei Ihrer Fracht um FCL-, LCL-Fracht oder Buyers-Consolidation handelt. Mit unseren DSV Railway Solutions können wir unseren Kunden zuverlässige Lösungen auf der Schiene anbieten.
  • See-Luft: Wir verfügen über einen speziellen Sea-Air-Verbindung über Dubai, über die wir wichtige Knotenpunkte in China mit europäischen Zielen verbindet. Darüber hinaus prüfen wir individuell wir alternative Routen für unsere Kunden.
  • Lastwagenverkehr: Der internationale Lastwagenverkehr ist derzeit eine weitere praktikable Option, um Waren von China nach Europa zu bringen. Mit unseren China Trucking Solutions bieten wir neben den DSV Railway Solutions eine weitere sichere und schnelle Lösung für Überlandtransporte von China nach Europa.