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Verzögerungen bei China-Transporten

Aufgrund der Covid-19-Pandemie und des mittlerweile anziehenden Welthandels auf einigen großen Handelsrouten ist die Situation auf allen Transportwegen in China derzeit sehr angespannt. Zudem sind die Nachwirkungen des Suezkanal-Zwischenfalls nach wie vor spürbar – instabile Fahrpläne führen zu Ladungsrückständen und Verzögerungen.

Insbesondere die Seefracht und Schienentransporte sind betroffen aber auch die Vor- und Nachläufe verzögern sich.

Seefracht

Aktuell kommt es am Yantian Hafen, dem Knotenpunkt der logistischen Aktivitäten von Shenzhen, zu extremen Staus am Containerterminal. Die bereits angespannte Situation aufgrund der überfüllten Terminals wird nun durch einen COVID-19-Ausbruch unter den Hafenmitarbeitern weiter verstärkt. Dadurch läuft die Abfertigung sehr reduziert und wird an einigen Terminalbereichen sogar ganz ausgesetzt. Auch in Deutschland wird sich die Exportlage in den kommenden Monaten verschärfen, da durch die verzögerten Schiffsankünfte in Europa wiederum Leercontainer fehlen werden.

Schienentransport

Große Volumen werden von der See- und Luftfracht auf die Schiene verlagert, was die Kapazitäten in China völlig übersteigt und zu Verzögerungen führt. Störungen im Betriebsablauf und Ressourcenmangel verschärfen die Situation zusätzlich. Aktuell stehen Züge mit einer wochenlangen Verspätung in China und warten auf den Weitertransport. Laut der chinesischen Bahngesellschaften wurden Fahrplananpassungen vorgenommen, um die zahlreichen Container aus den überlasteten Seehäfen schrittweise weitertransportieren zu können. Als Folge sind die Abfahrten einzelner Züge auf unbestimmte Zeit verschoben.