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Weiterhin angespannte Lage im Zugverkehr

Nach wie vor ist die Situation im Schienenverkehr zwischen Asien und Europa sehr angespannt. Unwetter und vermehrte Covid-Ausbrüche in China sowie umfangreiche Baustellen entlang der Sei-denstraße sorgen unter anderem für einen eingeschränkten Güterverkehr.

Die seit Wochen andauernden Rückstaus in der weißrussischen Grenzstation/Umschlagsanlage Brest konnten noch nicht abgebaut werden. Mala/Brest ist stark überlastet, da nicht genügend Slots und Umschlagskapazitäten zur Verfügung stehen, um einen reibungslosen Umladevorgang zu gewährleisten. Darüber hinaus kommt es aufgrund von Bauarbeiten an der Hauptbahntransitstrecke in Polen zusätzlich zu Verzögerungen. Sowohl in östliche als auch in westliche Richtung kann es aktuell zu Wartezeiten von durchschnittlich 10-15 Tage kommen.

In China erschwert eine neue Welle der Covid-19-Epidemie, die Mitte Juli 2021 in Nanjing ausbrach, die Transportabwicklung. Inzwischen sind 15 Städte in sieben chinesischen Provinzen betroffen. Die daraus resultierenden Einschränkungen wirken sich auch auf einige inländische Handelsrouten aus.

Obwohl sich der angekündigte Taifun zu einem schweren Tropensturm abgeschwächt hat, verursacht er immer noch starke Regenfälle in China. In einigen Gebieten kommt es zu erheblichen Wasseransammlungen. Am Terminal in Zhengzhou ist aufgrund der Überschwemmung voraussichtlich weitere zwei Wochen mit unzuverlässigen Fahrplänen zu rechnen. Die Kapazitäten sind sehr knapp, da mehrere große Bahnhöfe von der chinesischen Eisenbahnbehörde gesperrt wurden – dies betrifft insbesondere Xian, Ganzhou, Xiamen und Shenzhen.