DSV - Global Transport and Logistics

Update: Lockdown in Shanghai

Der seit dem 28. März andauernde Lockdown in Shanghai hat nach wie vor große Auswirkungen auf die logistischen Abläufe in der größten Stadt Chinas und auf die globalen Lieferketten. Die chinesische Regierung hat aufgrund der epidemischen Situation eine vorübergehende lokale Abriegelungspolitik eingeführt: Die Schließung von Shenzhen, die teilweise Schließung von Shanghai und Qingdao sowie der umliegenden Gebiete erschwert die lokale Fracht- und Dokumentenabwicklung sowie die regulären Transporte. Insgesamt sind erhebliche Auswirkungen auf die Logistik zu beobachten, die sich voraussichtlich auch in den kommenden Wochen und Monaten fortführen werden.

Hafen von Shanghai

Seefracht
Terminal- und Hafenbetrieb funktionieren nur teilweise. Der Yangshan-Containerhafen ist aufgrund der Covid-Beschränkungen und einer verringerten Personalstärke nur zur Hälfte ausgelastet. Auch der Lkw-Verkehr ist extrem eingeschränkt. Die Überlastung der Häfen weltweit hat einen neuen Höchststand erreicht, und obwohl die angespannte Situation in den USA abnimmt, nehmen die Warteschlangen in Nordasien und Europa zu. In den Häfen bildet sich ein immer größerer Rückstau, der zu Verzögerungen führt – zuletzt warteten über 300 Schiffe vor Shanghai auf die Abfertigung. Alternativ wird die Fracht zum Hafen Ningbo umgeleitet, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.

Luftfracht
Chinesische Fluggesellschaften haben bereits die internationalen und inländischen Passagierflüge nach Shanghai eingestellt. Am Dienstag starteten nur 3 Prozent der Flüge vom Flughafen Shanghai, verglichen mit einem typischen Tag im Jahr 2021. Zudem ist zu erwarten, dass der Luftfrachtverkehr ganz eingestellt wird. Gegenwärtig fährt aufgrund des Lockdowns kein Lkw von /nach Pudong Airport und das eintreffende Volumen wird durch wenige, zugelassene Kräfte verzögert abgefertigt. Allerdings konnte DSV bisher alle betroffenen Luftfracht-Charter-Transporte umrouten und weicht alternativ auf die Flughäfen Zhengzhou und Hangzhou aus. Aufgrund der geringen Kapazitäten sind die Raten der Fluggesellschaften bereits gestiegen und es muss damit gerechnet werden, dass weitere Erhöhungen folgen.