DSV - Global Transport and Logistics

Verzögerungen am Hamburger Hafen

Aktuell kommt es zu massiven Verzögerungen bei der Seefracht-Abfertigung am Hamburger Hafen. Die Schiffsverspätungen der letzten Monate haben zu einer sehr angespannten Situation an den Hamburger Terminals geführt, so dass es zu Wartezeiten von bis zu 21 Tagen kommen kann.

Container wird von Kran gehoben

Insbesondere die zu frühe Anlieferung der Exportcontainer für verspätete Schiffe verschärft die Lage und führt zu Rückstaus – Terminals und Yards stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Die pandemische Lage beeinträchtigt zudem die operative Abwicklung, da Schichtwechsel aufgrund von Kontrollen länger dauern und die Abwicklung in dieser Zeit stoppt.

Aktuell ist das Containerterminal Burchardkai besonders betroffen. Bauarbeiten für eine Landstromsetzung der Stadt Hamburg am Terminal bedeuteten weitere Einschränkungen der Betriebsabläufe, da in dieser Zeit ein Liegeplatz am CTB nicht nutzbar war. Diese Arbeiten dauerten länger als erwartet und wurden erst Ende März abgeschlossen, wodurch am CTB für insgesamt sechs Wochen nur zwei von drei Liegeplätzen zur Verfügung standen und dementsprechend Rückstaus verursachten. Am Containerterminal Tollerort gibt es aktuell die geringsten Probleme und die durchschnittliche Wartezeit beträgt drei bis fünf Tage. Auch am Containerterminal Altenwerder hat sich die Situation in den letzten Wochen etwas entspannt und der Rückstau kann mit einer durchschnittlichen Wartezeit von fünf bis sieben Tagen weiter abgebaut werden.

Es wird alles daran gesetzt den Rückstau schnellstmöglich abzuarbeiten. Auch Verschiebungen und Umroutungen sind denkbar, um durch die Reduzierung der Umschlagsmenge die Situation zu entspannen. Seitens der HHLA wurden bereits Anlieferrestriktionen für Exportcontainer implementiert. Aktuell findet zudem eine Priorisierung der wartenden Schiffe statt, bei der größere Schiffe aufgrund der höheren laufenden Kosten bevorzugt abgefertigt werden.