Global Transport and Logistics

DE / DE

Einloggen

Premiere auf dem Brenner: DSV fährt erstmals vollelektrisch über die Alpen

Das internationale Logistikunternehmen DSV erweitert sein Portfolio in der nachhaltigen Logistik und setzt am Münchner Standort Neufahrn ab sofort einen E-Truck für Nachttransporte über den Brenner ein. Dank der Ausnahme des Nachtfahrverbots für E-Lkw auf der A12 Inntalautobahn kann DSV eine 24-Stunden-Systemlaufzeit auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas gewährleisten.

E-Lkw fährt über Straße

Der vollelektrische 40-Tonner wurde bereits im Sommer 2025 am Standort Neufahrn bei München in Betrieb genommen und ab September 2025 testweise für den nächtlichen Stückguttransport auf dem Brenner über Tirol nach Südtirol eingesetzt. Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase geht die Rundlaufstrecke Neufahrn–Sterzing in den täglichen Regelbetrieb über und ist fortan fester Bestandteil des DSV-Portfolios für den alpinen Güterverkehr.  

DSV gewährleistet 24-Stunden-Systemlaufzeit
Auf der A12 Inntalautobahn in Tirol gilt ein Nachtfahrverbot für Diesel-Lkw über 7,5 Tonnen. Zusätzlich erschweren Blockabfertigungen und einspurige Verkehrsführungen – etwa im Rahmen der bis 2030 laufenden Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke – den Verkehrsfluss. 

Dank der Ausnahme für E-Trucks vom Nachtfahrverbot kann DSV mit dem neuen E-Lkw den Güterverkehr ohne Unterbrechung sicherstellen. Damit werden Teile Südbayerns und Teile Südtirols jetzt auch nachts nachhaltig in einer 24-Stunden-Systemlaufzeit miteinander verbunden.

Ralf Többe, Senior Vice President Road DACH, betont: „Gerade vor dem Hintergrund anspruchsvoller Rahmenbedingungen arbeiten wir kontinuierlich an stabilen und zukunftsfähigen Lösungen. Die Tradelane Deutschland–Italien ist eine zentrale Achse im europäischen DSV-Netzwerk. Deshalb investieren wir gezielt in Technologien und Prozesse, die diese Verbindung langfristig stärken und verlässliche Kapazitäten gewährleisten.“ 

Emissionsarme Transportlösung für die Brennerroute
Mit einer Reichweite von 500 km bewältigt der E-Truck die 490 km lange Rundlaufstrecke ohne Zwischenladen. Durch die topografischen Bedingungen auf der Brennerroute kann der E-Lkw auf den Gefällstrecken Energie über Rekuperation zurückgewinnen und so seine Effizienz auf der Gesamtstrecke steigern. Am Standort Neufahrn steht ihm für das Laden eine High-Power-Charging-Station zur Verfügung, die durch eine 835-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Hallendach versorgt wird. Ein Batteriespeicher mit mehr als 800 kWh Kapazität speichert die tagsüber erzeugte Energie und stellt nachts die Ladeleistung bereit. Mit einer Nutzlast von rund 22 Tonnen sowie einer Dauerleistung von 400 kW wird der E-Lkw als Wechselbrückenfahrzeug im Stückgutverkehr eingesetzt.

Neben der Reduzierung von CO2-Emissionen trägt der geräuscharme E-Lkw dazu bei, die nächtliche Lärmbelastung für Anwohner und Tierwelt spürbar zu senken und die stark frequentierte Brennerregion insgesamt zu entlasten. Mit dem Einsatz des E-Lkw auf der Brennerroute leistet DSV einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung im internationalen Linienverkehr und gewährleistet für seine Kunden eine zuverlässige Lieferkette auf einer der meistbefahrenen Alpenverbindungen Europas.    
  

Bildnachweis
Bilder: 
DSV setzt den E-Lkw für Nachttransporte über den Brenner ein. © DSV
Der E-Lkw im alpinen Linienverkehr. © DSV
Download

Download der Pressemeldung als PDF

Haben Sie Fragen?

Kontaktieren Sie uns und wir finden die passende Lösung für Sie.

Kontaktieren Sie uns
The chat is currently suspended. Please try again in a moment or contact us in another way.